Ausstellung über Kindersoldat*innen mit Film „Lost children“

Der 12. Februar ist der Red Hands Day. (Foto: Kindernothilfe)

Der 12. Februar ist der Red Hands Day. (Foto: Kindernothilfe)

Vom 7. bis 23. Februar zeigen Landshuter Gruppen und Initiativen, darunter auch amnesty international, in der kleinen Rathausgalerie eine Fotodokumentation mit Texten über Kindersoldat*innen. Die Initiatoren mahnen, Kinderrechte nicht zu verletzen, besonders das Recht auf eine Kindheit in Frieden.

Begleitend zur Ausstellung zeigt das Kinoptikum am Montag, 10. und Freitag, 14. Februar, jeweils um 18.00 Uhr den Film: ‚Lost Children‘- Vier Kindersoldaten in Uganda.

Der Film berichtet über Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren, die in einem Auffanglager für geflohene Kindersoldaten im Grenzgebiet von Uganda und dem Sudan leben, erzählen von ihren Erlebnissen als Soldaten. Seit fast zwanzig Jahren herrscht in dieser Region Krieg und seit Jahren entführen Mitglieder der christlich-fanatischen LRA „Lord’s Resistance Army“ Kinder aus ihren Dörfern, um sie im Kampf gegen die Regierungsgruppen als Soldaten einzusetzen. Francis, Jennifer, Kilama und Opio haben Unvorstellbares erlebt, wurden missbraucht und zum Töten gezwungen. Irgendwann gelang es ihnen, aus den Lagern zu fliehen und in der Caritas-Sozialstation in Pajule anzukommen. „Lost Children“ lässt die Kinder sprechen und erzählt konsequent aus ihrer Perspektive. Nach den Vorführungen gibt es ein Filmgespräch im Vorführraum.

Die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern im Krieg ist Kindesmissbrauch, ein schwerer Verstoß gegen die Menschen- und insbesondere die Kinderrechte der weltweit über 250.000 Kindersoldat*innen. In den letzten Jahren sind zahlreiche geflüchtete Jugendliche zu uns gekommen. Nicht wenige dieser Jugendlichen haben die Erfahrungen von Kampfhandlungen gemacht. Die Problematik nimmt also auch die deutschen Bürger*innen hierzulande in die Pflicht.
„Seit über 15 Jahren gibt es jetzt die Aktion und den Red Hand Day am 12. Februar, den internationalen Gedenktag an das Schicksal von Kindersoldaten. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden schon in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker und Verantwortliche übergeben“ (www.redhandday.org). Mehr über die „Rote Hand“ des „Deutschen Bündnisses Kindersoldaten“: www.aktion-rote-hand.de.

Die Foto-Dokumentation mit Texten wurde vom Diözesanverband Pax Christi erstellt und informiert über die Situation, stellt das Schicksal der Kindersoldat*innen vor und berichtet über Aktivitäten zur Wiedereingliederung. Die Dokumentation eignet sich auch für Schulklassen und Gruppen. Führungen für Schulklassen vermittelt das Christliche Bildungswerk: Tel.: 0871/923170.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am 6. Februar um 19:00 Uhr.

Öffnungszeiten: Mo – Fr 13 – 17 Uhr; Sa 11 – 17 Uhr. Eintritt frei.

11. Februar 2020